Lehrende: Prof. Dr. Jörn Steigerwald
Veranstaltungsart: Proseminar
Orga-Einheit: Germanistik
Anzeige im Stundenplan:
Semesterwochenstunden: 2
Unterrichtssprache: Deutsch
Min. | Max. Teilnehmerzahl: - | 40
Zielgruppe: HRSGe, GyGe/BK B.A.
Inhalt: Zulassung: Prüfen Sie vor einer Anmeldung bitte, ob Sie gemäß Ihrer Prüfungsordnung überhaupt teilnahmeberechtigt sind! Die erste Sitzung in den Veranstaltungen ist aus organisatorischen Gründen OBLIGATORISCH. Frei gewordene Plätze werden von den Lehrenden in der ersten Sitzung an Nachrücker/innen vergeben. Sollten Sie an einer Veranstaltung trotz vorheriger Anmeldung nicht mehr teilnehmen wollen, müssen Sie sich in der zweiten Vorlesungswoche in PAUL unverzüglich ABMELDEN. Weitere Zulassungen können im Härtefall gemäß den geltenden Überlastrichtlinien des Instituts erfolgen (s. Website: „Aktuelles“). Beginn: zweite Semesterwoche Teilnahmenachweis / 2-3 LP: schriftl. Hausaufgabe Leistungsnachweis / 4-6 LP: schriftl. Hausarbeit KOMMENTARTEXT: Das Jahr 1773 stellt einen bemerkenswerten, indes bis heute kaum beachteten Kristallisationspunkt in der deutschen Literaturgeschichte dar: In diesem Jahr wurde Lessings Trauerspiel ‚Emilia Galotti‘ in Braunschweig uraufgeführt und Goethes ‚Götz von Berlichingen‘ anonym publiziert, bevor er dann 1774 in Berlin auf die Bühne gebracht wurde. Wir sind es möglicherweise nur allzu sehr gewohnt, diese beiden Autoren sowie ihre Dramen getrennt voneinander zu betrachten, ohne deren – nicht nur – zeitliche Beziehung zueinander in den Blick zu nehmen. Das Seminar verfolgt entsprechend drei Ziele: 1) die intensive Lektüre der beiden Dramen von Lessing und Goethe. 2) die Kontextualisierung dieser Dramen, indem etwa die wichtigen Stücke aus Lessings ‚Hamburgischer Dramaturgie‘ genauso in den Blick genommen werden wie Goethes ‚Rede zum Shäkespears Tag‘, aber auch weitere dramentheoretische Schriften der Zeit, um konkret die Frage zu beantworten, welche Bedeutung und Funktion Shakespeare für die jeweilige Dramenkonzeption hat (und ob sie überhaupt über denselben Shakespeare sprechen). 3) zielt das Seminar darauf ab, eine eigene Homepage zu erarbeiten, auf der z.B. relevante Textauszüge aus den zuvor analysierten dramentheoretischen Texten eingestellt werden oder Schlüsselbegriffe wie das so genannte ‚bürgerliche Trauerspiel‘ oder die Einheiten von Zeit, Ort und Handlung gemäß ihren Bestimmungen durch Lessing und Goethe präsentiert werden. Dergestalt wird eine Homepage (go.upb) erarbeitet, die allgemein zugänglich ist und Informationen bündelt für literarhistorische Arbeiten in Schulen und Universitäten.